Erdöl wird knapper und teurer

Erdöl ist ein Kohlenstoffspeicher. Bei der Verwendung als Energieträger werden die vor Jahrmillionen gebundenen Kohlenwasserstoffe freigesetzt.

 

Die Steinzeit ging zu Ende, Steine gibt es immer noch.

Das Erdölzeitalter geht zu Ende, Erdöl wird es weiterhin geben. Erdölunabhängige Produkte herzustellen ist die Aufgabe von heute.

Die Ölverbraucherländer benötigen ein weltumspannendes teures und schadstoffbelastendes Netz für Transport und Verarbeitung, anfällig für Störungen aller Art. Die Förderländer befinden sich meist in politisch unsicheren Verhältnissen. Das System ist anfällig für Spekulation, die die Förderung jederzeit abbrechen lassen kann. Die Verarbeitung des Öls konzentriert sich auf die Förderländer. Es kommt zu Knappheiten für verschiedene Produkte, wie Paraffine. Es kommt das Fracking mit unabsehbaren Folgen für die Stabilität geologischer Formationen und das Grundwasser hinzu.

Erdöl, Erdgas bedeuten Macht und Geld. Es kommt zu Verstaatlichungen in den erdöl- und erdgasproduzierenden Länder, die den Preis für das Produkt marktwirtschaftlichen Gegebenheiten entziehen und zum Spielball politischer und persönlicher Interessen werden lässt. Der Preis für Öl ist abhängig von Kartellen. Es kommt zur Akkumulation gewaltiger Geldmengen in Händen totalitärer Systeme.

Die ölassoziierten Kosten (zB. Subventionen für Pipelines, Raffinerien, Fracking, Förderanlagen, Kosten für die militärische Sicherheit und Interventionen) werden bis heute nicht berücksichtigt. Nicht die verursachten Kosten durch Tankerunglücke, Ölverbrennung, negative Folgen für Lebewesen und Lebensräume. Es werden keinerlei Folgekosten berücksichtigt. Die Kosten werden vom Verbraucher bezahlt.

Alle Haushalte und Betriebe werden tendenziell für ihre Versorgung zunehmend mehr bezahlen. Die Ursache dafür ist der weiterhin weltweit steigende Bedarf an Öl, Gas und manipulationsabhängige Fördermengen. Sinkende Fördermengen führen zu steigenden Förderkosten, Preisen und belasten den Gesamthaushalt der Erdölnachfrager. Es kommt zu gewaltigen Geldtransfers in erdölbesitzende Länder und es erfolgt eine geopolitische Umverteilung von Einflussstrukturen.

Ölfrüchte, wie Palm-, Raps-  oder Sojaöle sind keine Lösung.

Das sind Lebens- und Futtermittel. Rodung, Anbau, Verarbeitung, Transporte und weitere Ursachen verursachen hohe Kosten. Die Preise für Agrarrohstoffe steigen. Der globale Bedarf an Nahrung wächst rasant. Die Preise für Lebens - und Futtermittel haben sich vervielfacht. Ursache hierfür ist die die zunehmende Erdbevölkerung, die Verwendung der Ölsaaten zur Energieerzeugung und weitere Non-Food Produkte. Durch Wetterabhängigkeiten sind die Ernteerträge unsicher. Klimaveränderungen bedeuten unsichere Ernten. Knappere Rohstoffe, teurere Grundnahrungsmittel, intolerante Gesetze und kaum kontrollierbare Märkte sind die Folgen. So sollen Ölsaaten nicht zu technischen Zwecken verwendet werden, um die Lebens- und Futtermittelbasis nicht zu schmälern.

Wir müssen andere Lösungen suchen.